PHILOSOPHIE

            

Die internistische Rheumatologie befasst sich mit der Erkennung, Behandlung und Rehabilitation der entzündlich-rheumatischen Erkrankungen. Unser Ziel ist es, Ihre Problem ganzheitlich diagnostisch einzuordnen und wirksame und verträgliche therapeutische Konzepte zu entwickeln. Dazu stehen neben der ausführlichen Erhebung der Vorgeschichte und der speziellen körperlichen Untersuchung moderne, zum Teil auch strahlungsfreie diagnostische Verfahren wie die Gelenksonographie, die immunologische Labordiagnostik und eine moderne Röntgeneinrichtung zur Verfügung. In enger Kooperation mit dem benachbarten Ärztehaus werden die Knochendichtemessung in DXA-Technik und weiterführende internistische, lungenfachärztliche und orthopädische Behandlungs- und Diagnoseverfahren angeboten. Schnittbilduntersuchungen können im radiologischen Zentrum Sinsheim durchgeführt werden.
Hierbei steht stets der Patient mit seinen konkreten Problemen im Mittelpunkt.

Warum sollten Sie einen Rheumatologen aufsuchen?
Wenn Sie Beschwerden des Bewegungsapparats haben ist Ihr Hausarzt natürlich zunächst Ihr wichtigster Ansprechpartner. Bei Verdacht auf eine rheumatologische Erkrankung wird er Sie jedoch zum Rheumatologen überweisen. Denn viele rheumatologische Erkrankungen sind komplex und vor allem im Frühstadium oft nicht leicht zu erkennen. Andererseits stehen heute wachsende therapeutische Möglichkeiten zur Verfügung. Die frühe Diagnosestellung wird immer wichtiger, weil die Therapieziele ehrgeiziger geworden sind. Stand früher eher die symptomatisch lindernde Therapie im Vordergrund, wird jetzt eine frühe Unterdrückung der Krankheitsaktivität angestrebt, um auch den langfristigen Verlauf positiv zu beeinflußen und Invalidität zu verhindern. Beispiele sind entzündliche Erkrankungen mit schwerem Verlauf, wie dies unter anderem bei der chronischen Polyarthritis und der Bechterewschen Erkrankung vorkommen kann.

Wann der Rheumatologe hinzugezogen werden sollte, ist relativ leicht zu beantworten: Leichte Schmerzzustände des Bewegungsapparats, die nach wenigen Tagen beseitigt sind, sind kein Grund zur Beunruhigung. Halten stärkere Beschwerden jedoch länger an oder trifft eines der folgenden Symptome zu, sollte eine rheumatologische Mitbetreuung erwogen werden:

Gelenkschmerzen an vielen verschiedenen Orten.
Eindeutige Gelenkschwellungen, vor allem wenn mehrere Gelenke über längere Zeit betroffen sind. Morgendliche Steifigkeit der Hände oder des Rückens, die länger als 30 Minuten anhält.

Länger anhaltende Rückenschmerzen, besonders wenn sie in der Nacht auftreten und sich bei Bewegung bessern.

Durchblutungsstörungen der Finger, besonders anfallsweise Weissverfärbung einzelner Finger.

Schmerzen des Bewegungsapparats bei bestimmten Grunderkrankungen (z.B. Psoriasis, chronische Darmerkrankungen wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa) und bei vorausgegangenen Akuterkrankungen (Durchfallerkrankungen, heftigen Augenentzündungen, Infekten der Harnwege).

Bei der rheumatologischen Untersuchung kommen neben Anamneseerhebung und klinischer Untersuchung Laborverfahren (in der Regel Untersuchungen des Bluts), Röntgenuntersuchungen, Ultraschalluntersuchungen des Bauchraums und der Gelenke und bei unklaren Befunden oder starken Gelenkschwellungen Gelenkpunktionen zur Anwendung. Zu speziellen Fragestellungen wird weiterüberwiesen (z.B. Schnittbilduntersuchungen, kardiologische, nephrologische oder lungenfachärztliche Diagnostik).

Kann eine entzündliche Erkrankung gesichert werden, ist häufig eine langfristige medikamentöse Therapie mit sogenannten Basistherapeutika erforderlich. Hierzu werden Sie im ärztlichen Gespräch und mittels Patienteninformationsbögen detailliert aufgeklärt, qualitativ gute Informationen bietet aber auch das Internet. Näheres finden Sie im Abschnitt "Links".

 





 

 

 

© 2008 Schwerpunktpraxis Rheumatologie am Ärztehaus Sinsheim, Stefan Wolf